Lithium und Alzheimer – Kann ein Spurenelement das alternde Gehirn schützen

Lithium kennen manche vielleicht als Medikament aus der Psychiatrie. Vor einigen Jahren bin ich jedoch im Zusammenhang mit Longevity und der Alzheimer-Forschung auf dieses Spurenelement aufmerksam geworden. Forschungsergebnisse legen nahe, dass sich eine regelmäßige Zufuhr von Lithium in geringen Mengen positiv auf die langfristige Erhaltung einer gesunden Hirnfunktion auswirken könnte. Diese Information allein reichte mir, um nach einem Supplement zu suchen. Doch schnell musste ich feststellen, dass Lithium-Präparate auf dem deutschen Markt nicht frei verkauft werden dürfen. So suchte ich unter den Mineral- und Heilwässern in Deutschland nach Lithium-reichen Quellen und wurde schnell fündig. Seitdem nehme ich täglich gezielt Lithium zu mir und kontrolliere meinen Blutwert regelmäßig. 6

Was ist Lithium und warum ist es für Longevity interessant?

Lithium ist ein chemisches Element. Es ist aber kein klassisches Mineral wie Calcium oder Magnesium. In der Forschung taucht Lithium häufig als Ultraspurenelement auf. Das bedeutet, dass es um extrem kleine Mengen geht, die trotzdem biologische Signalwege beeinflussen könnten. Ob Lithium beim Menschen wirklich essenziell ist, also zwingend benötigt wird, ist noch nicht abschließend geklärt. Es gibt jedoch Vorschläge, eine Art Orientierungswert zu formulieren. Ein vielzitierter Ansatz nennt eine provisorische empfohlene Zufuhr von 1.000 Mikrogramm pro Tag für einen 70 Kilogramm schweren Erwachsenen. Das entspricht 1 Milligramm pro Tag. 7–9

In derselben Literatur wird auch eine mögliche Mindestzufuhr diskutiert, die eher bei etwa 100 Mikrogramm pro Tag liegen könnte. Das ist keine offizielle Empfehlung, sondern eine wissenschaftliche Hypothese, die aus Beobachtungsdaten und Tierdaten abgeleitet wurde. 7,8 Wichtig ist dabei ein realistisches Bild der Größenordnungen. Wenn Menschen über Ernährung und Wasser irgendwo zwischen einigen hundert Mikrogramm und wenigen Milligramm liegen, dann sprechen wir von Spuren. Wenn Menschen in der Psychiatrie behandelt werden, dann sprechen wir von deutlich höheren Mengen und von Blutspiegeln, die medizinisch eng überwacht werden. 4,10–12

Wie nutzt man Lithium bisher in der Medizin?

In der Medizin wird Lithium vor allem als verschreibungspflichtiges Arzneimittel eingesetzt, meist als Lithiumcarbonat. Es wird unter anderem bei bipolarer Störung zur Behandlung manischer Phasen und zur Rückfallprophylaxe verwendet. Entscheidend ist nicht nur die Milligrammzahl der Tablette, sondern der Blutspiegel. Blutspiegel werden typischerweise als Millimol pro Liter angegeben. Dieser Wert sagt aus, wie viel Lithium gelöst im Blut vorhanden ist. 10–12

Leitlinien nennen für viele Erwachsene einen therapeutischen Zielbereich von etwa 0,4 bis 1,0 mmol/L im Blut. Bei akuter Manie wird häufig ein höherer Zielbereich genannt, oft etwa 0,8 bis 1,2 mmol/L. 10–12 Die Dosierung, die dafür nötig ist, variiert stark zwischen Personen, weil die Niere Lithium unterschiedlich schnell ausscheidet. In Produktinformationen und klinischen Leitlinien wird für Erwachsene häufig eine übliche Tagesdosis in der Größenordnung von 400 bis 1.200 mg Lithiumcarbonat genannt. Bei akuter Manie werden in Produktinformationen auch Bereiche von etwa 900 bis 1.800 mg Lithiumcarbonat pro Tag beschrieben. 11,12

Welche konkreten Zahlen helfen beim Einordnen des Gefahrenpotenzials?

Lithium hat eine enge therapeutische Breite. Das heißt, der Abstand zwischen wirksamem Bereich und toxischem Bereich ist kleiner als bei vielen anderen Medikamenten. Viele Quellen nennen, dass das Risiko einer Vergiftung typischerweise ab etwa 1,5 mmol/L deutlich ansteigt. Werte über 2,0 mmol/L werden häufig mit schwerer Toxizität in Verbindung gebracht. Einige Leitliniendokumente nennen ein potenziell lebensbedrohliches Risiko bei deutlich höheren Spiegeln, zum Beispiel oberhalb von 3,5 mmol/L. 10,13–15

Für Laien ist wichtig, was hinter diesen Zahlen steckt. Lithium wird überwiegend über die Niere ausgeschieden. Wenn die Niere langsamer arbeitet oder wenn bestimmte Medikamente die Ausscheidung bremsen, kann der Spiegel steigen, obwohl die Dosis gleich bleibt. Auch Flüssigkeitsmangel kann den Spiegel erhöhen. Deshalb wird Lithiumtherapie immer mit regelmäßigen Laborkontrollen kombiniert. 10,12,16

Was passiert im Gehirn bei Alzheimer und was hat Lithium damit zu tun?

Alzheimer wird im Gehirn unter anderem durch zwei typische Veränderungen beschrieben. Die erste Veränderung sind Ablagerungen von Amyloid Beta. Amyloid Beta ist ein Eiweißbruchstück, das sich zu Klumpen zusammenlagern kann. Diese Klumpen nennt man Plaques. Die zweite Veränderung betrifft das Eiweiß Tau. Tau stabilisiert normalerweise das Innengerüst von Nervenzellen. Wenn Tau chemisch verändert wird, spricht man oft von Phosphorylierung. Phosphorylierung bedeutet, dass kleine Phosphatgruppen an das Protein angeheftet werden. In einem gesunden Rahmen ist das normal. Wenn Tau jedoch zu stark oder an ungünstigen Stellen phosphoryliert wird, verliert es seine Funktion. Es kann sich verklumpen und die Zelle stärker belasten. 3

Zusätzlich spielen Entzündungsprozesse eine Rolle. Im Gehirn übernehmen Mikroglia einen Teil der Immunarbeit. Mikroglia sind eine Art Wächterzellen. Bei chronischem Stress, Verletzung oder anhaltender Belastung können sie in einen dauerhaft aktivierten Zustand kippen. Dann setzen sie mehr Entzündungsbotenstoffe frei. Das kann die Umgebung empfindlicher machen und Reparaturprozesse stören. Schließlich betrifft Alzheimer auch die Synapsen. Synapsen sind die Kontaktstellen, an denen Nervenzellen Informationen weitergeben. Wenn Synapsen verloren gehen, fällt es dem Gehirn schwerer, stabil zu lernen und Erinnerungen abzurufen. Wenn zusätzlich Myelin abnimmt, wird die Signalweiterleitung langsamer und störanfälliger. Myelin ist eine fettreiche Isolationsschicht um Nervenfasern. 3

Wie erklärt die aktuelle Forschung die Kette aus Amyloid, Tau, Entzündung und Synapsenverlust?

Eine aktuelle wissenschaftliche Arbeit aus dem Fachjournal Nature hat das Thema zusätzlich ins Rampenlicht gerückt. Dort wird ein Modell beschrieben, in dem Lithium im Gehirn als Teil eines natürlichen Schutzsystems verstanden wird. Ein zentraler Punkt ist eine mögliche Umverteilung von Lithium im Gehirn. Amyloid Plaques könnten Lithium binden. Wenn das passiert, steht dem umliegenden Gewebe weniger frei verfügbares Lithium zur Verfügung. Die Arbeit zeigt in Tiermodellen, dass eine deutliche Absenkung von Lithium im Gehirn ausreichen kann, um Alzheimer–ähnliche Muster zu verstärken. Dazu gehören mehr Amyloidablagerung, mehr Tau–Phosphorylierung, stärkere Entzündungssignale und ein Verlust von Synapsen und Myelin. 3

Ein Schlüsselmechanismus in diesem Modell ist GSK3β. Das ist ein Enzym, das wie ein Schaltpunkt in mehreren Signalwegen wirkt. Wenn GSK3β zu aktiv ist, kann es Tau stärker phosphorylieren und Entzündungsreaktionen verstärken. Lithium gilt seit langem als Inhibitor von GSK3β. In einfachen Worten bedeutet das, dass Lithium die Aktivität von GSK3β bremsen kann. In dem beschriebenen Modell führt weniger Lithium zu mehr GSK3β Aktivität. Das kann die Kette aus Tau–Veränderung, Entzündung und Strukturverlust plausibel verstärken. 3

Welche positiven Wirkungen von Lithium sind wissenschaftlich gut belegt?

Am besten belegt ist die Wirksamkeit von Lithium als Medikament in der Psychiatrie. Das ist ein anderer Kontext als Longevity. Für den Longevity Bereich ist die Evidenz gemischt. Es gibt Beobachtungsdaten aus Regionen mit unterschiedlichen Lithiumgehalten im Trinkwasser. Dort findet man teils statistische Zusammenhänge mit niedrigeren Raten bestimmter Outcomes, zum Beispiel Gesamtsterblichkeit oder Suizid. Diese Daten können Hinweise liefern, sie beweisen aber keine Ursache–Wirkung–Beziehung. Lebensstil, sozioökonomische Faktoren und regionale Unterschiede können die Ergebnisse mitprägen. 5,6

Klinischer wird es bei Studien zu kognitiven Endpunkten. Eine häufig zitierte Arbeit untersuchte bei Alzheimer eine sehr niedrige Dosis von 300 Mikrogramm Lithium pro Tag über 15 Monate. Der Bericht beschreibt, dass die kognitive Testleistung in der Lithiumgruppe über die Zeit stabiler blieb als in der Placebogruppe. Diese Studie ist ein Signal, aber sie ersetzt keine große Präventionsstudie in Gesunden. 4 Für milde kognitive Beeinträchtigung gibt es zudem randomisierte Studiendaten, die über längere Zeiträume Stabilisierungstendenzen und Veränderungen von Biomarkern im Nervenwasser berichten. 17

Welche wissenschaftlich gesicherten Erkenntnisse gibt es zur Dosierung von Lithium als Ultraspurenelement?

Wenn Lithium als Ultraspurenelement diskutiert wird, tauchen vor allem drei Zahlenbereiche auf. Erstens gibt es Vorschläge einer provisorischen empfohlenen Zufuhr von etwa 1 mg pro Tag für Erwachsene mit 70 Kilogramm Körpergewicht. 7–9 Zweitens gibt es in derselben Diskussion Schätzungen einer möglichen Mindestzufuhr um 100 Mikrogramm pro Tag. 7,8 Drittens gibt es klinische Mikrodosis Ansätze in der Alzheimer–Forschung, in denen 300 Mikrogramm pro Tag untersucht wurden. 4

Die provisorischen Ultraspurwerte sind keine offiziellen DACH–Referenzwerte. Die Mikrodosis aus der Alzheimer–Studie ist eine therapeutische Intervention in einer Patientengruppe. Es ist wichtig, diese Ebenen auseinanderhalten und sich klar zu machen, für welchen Zweck, für welche Population und mit welchem Sicherheitsrahmen diese Zahlen gelten. 4,7–12

Wie lässt sich die Lithiumzufuhr über Mineralwasser in Deutschland steuern?

Hier sind konkrete Zahlen aus einer deutschen Studie besonders hilfreich. In einer systematischen Analyse wurden 381 Mineral- und Heilwässer aus Deutschland untersucht. Der Median der Lithiumkonzentration lag bei 31,2 µg/L. Die Mehrheit der Wässer lag unter 50 µg/L. Es gab aber auch deutlich lithiumreichere Wässer. In der Analyse wurde ein Spitzenwert von 1.724 µg/L genannt. 1

In einem Cross–over–Versuch tranken gesunde Männer 1,5 Liter Wasser mit niedriger, mittlerer oder hoher Lithiumkonzentration. Das entsprach einer Lithiumaufnahme von etwa 2,55 µg bei niedrigem Wasser, von etwa 256 µg bei mittlerem Wasser und von etwa 2.586 µg bei hohem Wasser. 1 Das zeigt gut die Bandbreite, die allein durch die Wasserwahl möglich ist.

Die Studie liefert auch Bioverfügbarkeitsdaten. Bei lithiumreichem Wasser wurde ein Peak der Serumkonzentration genannt, der bei bis zu 10 bis 12 µmol/L lag. 1 Außerdem wurde berechnet, wie viel Lithium über den Urin ausgeschieden wurde. Nach mittlerem und hohem Lithiumwasser wurden in 24 Stunden etwa 51 Prozent beziehungsweise 45 Prozent des aufgenommenen Lithiums über den Urin ausgeschieden. 1 Für die Praxis bedeutet das, dass Lithium aus Mineralwasser im Körper ankommt und kurzfristig messbar wird.

Praxisbeispiel: Einordnung meiner Lithiumaufnahme über Heilwasser

Zur leichteren Einordnung einmal einige Zahlen aus meiner eigenen praktischen Anwendung. Mein Heilwasser enthält 1,31 mg Lithium pro Liter. Ich trinke davon täglich etwa 2 Liter oder mehr. Damit nehme ich über das Wasser also ungefähr 2,6 mg Lithium pro Tag auf. Im Vergleich dazu liegen in der psychiatrischen Lithiumtherapie übliche Tagesdosen von Lithiumcarbonat häufig in Bereichen von etwa 900 bis 1.800 mg pro Tag. Diese Mengen entsprechen grob ungefähr 170 bis 340 mg elementarem Lithium pro Tag. 11,12

Meine tägliche Lithiumaufnahme über das Trinkwasser liegt damit ungefähr um den Faktor 65 bis 130 unter den hohen therapeutischen Tagesdosen, die in der Medizin unter engmaschiger Kontrolle eingesetzt werden. 11,12 Für die Risikoabschätzung ist vor allem relevant, dass meine Lithiumzufuhr über Wasser im einstelligen Milligrammbereich liegt und damit weit unter den therapeutischen Dosisbereichen, bei denen Nebenwirkungen und Wechselwirkungen klinisch relevant werden und deshalb routinemäßig überwacht werden. 10–12

Wenn sich die aktuellen Forschungshypothesen zu einer neuroprotektiven Rolle von Lithium im Gehirn beim Menschen bestätigen sollten, könnte diese Form der Zufuhr theoretisch ein kleiner Baustein im Longevity-Kontext sein. Wenn nicht, spricht die Größenordnung meiner Aufnahme zumindest dafür, dass sie deutlich näher an einer „Spurenaufnahme“ liegt als an einer medikamentösen Lithiumexposition. 1,3,4,7

Warum ist Lithium als Nahrungsergänzungsmittel in Deutschland nicht frei verkäuflich?

Der wichtigste Grund ist rechtlich und nicht in erster Linie inhaltlich. In der EU gilt für Nahrungsergänzungsmittel eine Positivliste. Nur die Mineralstoffe und Vitaminverbindungen, die in den Anhängen der Richtlinie aufgeführt sind, dürfen als Nahrungsergänzungsmittel eingesetzt werden. Lithium ist dort nicht gelistet. Daher gilt Lithium in Nahrungsergänzungsmitteln als nicht zulässig. Verbraucherorganisationen und Apothekerkammern formulieren das entsprechend klar. 18–20

Zur kritischen Einordnung gehört der Blick auf das Motiv hinter dieser Systematik. Die EU–Logik ist, dass Nahrungsergänzungsmittel keine verdeckten Arzneimittel werden sollen. Bei Lithium ist das besonders naheliegend, weil Lithium als Arzneimittel einen engen Sicherheitskorridor hat und weil Dosierung und Wechselwirkungen medizinische Überwachung erfordern können. Die Positivliste ist ein Instrument, um Verbraucher vor gesundheitlichen Risiken und vor irreführender Vermarktung zu schützen. Diese Schutzlogik wird auch in behördlichen und wissenschaftlichen Hintergrunddokumenten zur Nahrungsergänzungsmittel–Regulierung erläutert. 21

Ein weiterer Punkt ist die Abgrenzung zum Arzneimittelrecht. Produkte, die Lithium enthalten, können je nach Aufmachung und Dosierung auch als nicht zugelassene Arzneimittel eingestuft werden. Behörden berichten bei Kontrollen von Fällen, in denen Lithiumhaltige Produkte aus dem Internet genau unter diesem Gesichtspunkt geprüft werden mussten. 22 Dass solche Produkte in einzelnen Nicht–EU–Ländern frei verkauft werden, hängt meist an anderen Rechtsrahmen. In der EU entscheidet nicht nur die Dosis, sondern auch die Positivliste und die Produktkategorie.

Welche Risiken gibt es bei der Einnahme von Lithium?

Die wichtigsten Risiken betreffen Niere und Schilddrüse. Lithium wird vor allem über die Niere ausgeschieden. Wenn die Nierenfunktion eingeschränkt ist, kann Lithium im Körper ansteigen. Das gilt auch, wenn Medikamente die Ausscheidung verändern. Besonders relevant sind bestimmte Entwässerungsmittel, einige Blutdruckmedikamente und nicht steroidale Entzündungshemmer wie Ibuprofen. Auch Flüssigkeitsmangel kann den Spiegel erhöhen. Aus diesen Gründen verlangen Leitlinien regelmäßige Kontrollen von Lithiumspiegel, Nierenwerten und Schilddrüsenwerten unter Lithiumtherapie. 10,12,16

Zur Risiko-Einordnung helfen wieder Zahlen. Therapeutisch werden häufig Blutspiegel im Serum/Plasma zwischen 0,4 und 1,0 mmol/L angestrebt. Der Bereich für akute Manie liegt oft höher. Ab etwa 1,5 mmol/L steigt das Risiko für Toxizität deutlich. Oberhalb von 2,0 mmol/L wird häufig von schwerer Toxizität gesprochen. 10–12,14,15 Manche Leitliniendokumente nennen sogar Symptome bereits oberhalb von 1,0 mmol/L, besonders in empfindlichen Gruppen wie älteren Menschen. 12 Dazu können zum Beispiel neue oder zunehmende Übelkeit, Durchfall, deutliches Zittern, Muskelschwäche, Unsicherheit beim Gehen, Benommenheit oder Verwirrtheit gehören. 12

Abschluss: Wie lässt sich Lithium sinnvoll für eine lange gesund gelebte Lebensspanne einordnen?

Lithium ist ein gutes Beispiel dafür, wie Longevity–Denken funktioniert, wenn man es ernst nimmt. Es geht nicht darum, die spannendste Hypothese sofort als Supplement umzusetzen. Es geht darum, die Ebenen zu trennen. Als Medikament ist Lithium gut etabliert, aber nur mit Monitoring. Als Ultraspurenelement ist Lithium eine plausible Idee, aber ohne offizielle Referenzwerte. In der Alzheimer Forschung gibt es Signale, unter anderem eine Mikrodosis Studie mit 300 Mikrogramm pro Tag, und eine mechanistisch starke Tier–und Humanarbeit, die Lithium im Gehirn als möglichen Schutzfaktor beschreibt. 3,4,7–9

Für ein eigenverantwortliches Gesundheitsmanagement ist deshalb ein rationaler Ansatz sinnvoll. Wenn du Lithium gezielt zuführen möchtest, ist Mineralwasser der realistischste und rechtssichere Weg in Deutschland. Die Daten zeigen große Unterschiede zwischen Wässern. Sie zeigen auch, dass Lithium aus Wasser bioverfügbar ist. 1 Meine eigenen laborgestützten Erfahrungen bestätigen das deutlich.

Wenn du mit Lithium experimentieren möchtest, dann informiere dich umfangreich, verfolge die wissenschaftliche Forschung dazu und lass deine Blutwerte regelmäßig durch ein akkreditiertes Labor prüfen. 10,12,16


Autor dieses Artikels:

René Bergmann: Personal Trainer | Buchautor | Longevity Enthusiast | Nutrivore

René wenige Tage vor seinem 50. Geburtstag

Quellen

  1. Seidel U, Baumhof E, Hägele FA, Bosy-Westphal A, Birringer M, Rimbach G. Lithium-rich mineral water is a highly bioavailable lithium source for human consumption. Mol Nutr Food Res. 2019;63:e1900039. Abrufbar unter: https://gwern.net/doc/psychiatry/lithium/2019-seidel.pdf
  2. Terao T. Is lithium potentially a trace element? World J Psychiatry. 2015;5(1):1-3. Abrufbar unter: https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC4369538/
  3. Aron L, Ngian ZK, Qiu C, et al. Lithium deficiency and the onset of Alzheimer’s disease. Nature. 2025. Abrufbar unter: https://www.nature.com/articles/s41586-025-09335-x
  4. Nunes MA, Viel TA, Buck HS. Microdose lithium treatment stabilized cognitive impairment in patients with Alzheimer’s disease. Curr Alzheimer Res. 2013. Record. Abrufbar unter: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/22746245/
  5. Zarse K, Terao T, Tian J, et al. Low-dose lithium uptake promotes longevity in humans and metazoans. Eur J Nutr. 2011;50:387-389. Abrufbar unter: https://link.springer.com/content/pdf/10.1007/s00394-011-0171-x.pdf
  6. IMD Berlin. Lithium. Diagnostikinformation 325. Abrufbar unter: https://www.imd-berlin.de/fileadmin/user_upload/Diag_Info/325_Lithium.pdf
  7. Schrauzer GN. Lithium: occurrence, dietary intakes, nutritional essentiality. J Am Coll Nutr. 2002;21(1):14-21. Abrufbar unter: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/11838882/
  8. Szklarska D, Rzymski P. Is lithium a micronutrient? From biological activity and epidemiological observation to food fortification. Biol Trace Elem Res. 2018. Abrufbar unter: https://www.suicideinfo.ca/wp-content/uploads/gravity_forms/6-191a85f36ce9e20de2e2fa3869197735/2018/09/Is-Lithium-a-Micronutrient-From-Biological-Activity-and-Epidemiological-Observation-to-Food-Fortification_oa.pdf
  9. Enderle J, et al. Plasma lithium levels in the general population. Nutrients. 2020;12(8):2489. Abrufbar unter: https://www.mdpi.com/2072-6643/12/8/2489
  10. NHS Forth Valley. Guideline for the management of patients on lithium. Abrufbar unter: https://pharmacies.nhsforthvalley.com/wp-content/uploads/sites/6/2017/02/Guideline-for-the-Management-of-Patients-on-Lithium.pdf
  11. Health Canada. Lithium carbonate capsules product monograph. 2024. Abrufbar unter: https://pdf.hres.ca/dpd_pm/00076445.PDF
  12. bpacnz. Lithium in general practice. 2007. Abrufbar unter: https://bpac.org.nz/magazine/2007/february/pdfs/bpj3_lithium_pages16-27.pdf
  13. Strawbridge R, et al. Lithium: how low can you go? Int J Bipolar Disord. 2024. Abrufbar unter: https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC10828288/
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  15. Notts APC. Lithium prescribing guideline for mental health indications. 2025. Abrufbar unter: https://www.nottsapc.nhs.uk/media/lwbdf0rm/lithium-prescribing-guideline.pdf
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  17. Directive 2002/46/EC on food supplements. Consolidated version. Abrufbar unter: https://eur-lex.europa.eu/legal-content/EN/TXT/PDF/?uri=CELEX:02002L0046-20240206
  18. Verbraucherzentrale. Lithiumorotat. FAQ. 2024. Abrufbar unter: https://www.verbraucherzentrale.de/faq/lebensmittel/lithiumorotat-40582
  19. Landesapothekerkammer Thüringen. Kein Lithium in Nahrungsergänzungsmittel. Abrufbar unter: https://bfr.bund.de/cm/350/use_of_minerals_in_foods.pdf
  20. BAVG. Kontrollaktion Nahrungsergänzungsmittel aus dem Internet. 2024. Abrufbar unter: https://www.bavg.gv.at/aktuelles/detail/erfolgreiche-kontrollaktion-zu-nahrungsergaenzungsmitteln-aus-dem-internet

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